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Das Bildungssystem in Finnland

Bildungssystem in FinnlandDas Bildungssystem von Finnland zählt zu den besten der Welt und zeigt vielen Ländern ihre Defizite auf. In der PISA Studie belegen die Schüler regelmäßig Spitzenplätze. 2009 landete Finnland beispielsweise im Bereich Lesekompetenz unter allen OECD Ländern und den Partnerstaaten nach Shanghai (China) und Südkorea den dritten Platz. Deutschland landete zum Vergleich auf Platz 20. Ein bedeutender Grund für diesen Erfolg ist die starke Investition Finnlands in die Bildung. So gab das Land im Jahre 2005 6,4 % des Bruttoinlandsproduktes dafür aus. Deutschland liegt mit 5,4 % jedoch nicht weit dahinter.

Unter Experten wurden noch weitere Faktoren aufgelistet, die den Erfolg der finnischen Schüler erklären. Beispielsweise organisieren sich die Schulen von der Bildungsbehörde weitgehend autonom. Der Lehrplan ist zwar zentral vorgegeben, die Schulverwaltung erfolgt dafür auf eigene Verantwortung. Die Lehrer können dementsprechend im Rahmen des Schulgesetzes ihren Unterricht weitgehend mit eigenen Lernmethoden und Ideen leiten. Als weiterer Grund wird die neun Jahre andauernde Gesamtschule genannt. Zudem genießen die Lehrer in Finnland ein gesellschaftlich sehr hohes Ansehen. Zwischen den Schulen und Regionen bestehen nur geringfügige Leistungsdifferenzen. Dies wird vor allem dadurch gewährleistet, dass die Lehrer die Möglichkeiten besitzen, ihre Schüler individuell fördern und dadurch Leistungsdefizite schwächerer Schüler effizient verbessern zu können. In den Klassen sitzen dabei nicht mehr als 15 Schüler, in den nördlichen Gebieten sind es meist sogar weniger als zehn. Selbstverständlich funktionieren derartige Lehrpläne nicht ohne die aktive Teilnahme der Schüler. In Finnland herrscht in der Bevölkerung nämlich eine hohe Motivation, Bildung zu erlangen. Die Anzahl der Analphabeten lag bereits im 20. Jahrhundert deutlich unter 1% und war demnach die niedrigste auf der Welt.

Für Säuglinge und Kleinkinder bis zum dritten Lebensjahr stehen in Finnland Kinderkrippenplätze zur Verfügung. Alle Eltern haben einen Anspruch auf einen Platz, sie erhalten jedoch bei der heimischen Betreuung ihres Kindes finanzielle Unterstützung. Freiwillig ist auch die Inanspruchnahme der Kindertagesstätte für Kinder zwischen drei und sechs Jahren, sowie die Vorschule für sechs und sieben Jährige. Ab der Vollendung des siebten Lebensjahres beginnt die allgemeine Schulpflicht mit der neun Jahre andauernden Gesamtschule. Die Lehrer sind im Umgang mit neuen Medien und deren Integrierung in den Unterricht bestens ausgebildet und legen dementsprechend von der ersten Klasse an großen Wert auf die Medienerziehung der Schüler. Finnland hat seine Schulen frühzeitig mit zeitgemäßer Technik ausgestattet. So staunen viele Länder über den Unterricht mit Notebooks, multimedialen Tischen und Schultafeln. Die Schüler kennen sich mit den Möglichkeiten des eLearning bestens aus und profitieren je nach Bildungsgang von den verschiedenen Angeboten der digitalen Welt. Nach der Gesamtschule stehen nämlich zwei Wege zur Auswahl. Einerseits das drei Jahre andauernde Gymnasium mit dem abschließenden Abitur oder der Besuch einer fachgebundenen Berufsschule mit Bereichen wie Handel und Verwaltung, Energie und Wirtschaft sowie Technik und Verkehr.




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