Lehrerausbildung allgemein:
Pädagogik
Medienpädagogik
Mediendidaktik
Medienerziehung | Medienkompetenz
Informatikunterricht
Virtuelles Lernen
Virtuelles Klassenzimmer
E-Learning

Lernmethoden:
Lernmethoden
Körperbasiertes Lernen
Mikrolernen
Mnemotechniken
Loci-Methode
Schnelllesen
Lernkartei
Superlearning

Bildungssysteme:
Pisa Studie Deutschland u Top 5
Bildungssystem Deutschland
Bildungssystem Norwegen
Bildungssystem Schweden
Bildungssystem Finnland
Bildungssystem China
Bildungssystem Singapur
private oder gesetzliche Schule

Lehramtsstudium und
Lehrerfortbildung in ... :

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen


Das Bildungssystem in Norwegen

Bildungssystem in NorwegenIn Norwegen wurde die Schulpflicht im Jahre 1739 eingeführt. Seither sind alle Kinder ab dem sechsten Lebensjahr bis maximal 16 Jahren verpflichtet, die Schulbank zu drücken. Ähnlich wie auch in Deutschland geht das Schuljahr vom August bis zum Juni im darauffolgenden Jahr.

Das Schulsystem in Norwegen ist in drei Stufen aufgeteilt. Es beginnt mit der Grundschule, was auf Norwegisch Barneskole heißt und geht bis zur siebten Klasse. In diesen sieben Jahren wird auf die Vergabe von Noten verzichtet, um unter anderem einen negativen Leistungsdruck zu verhindern.
Die Lehrer vermitteln den Lernstoff im ersten Jahr größtenteils spielerisch. Dabei wird neben den Grundlagen der Schrift, soziale Struktur, Grundkenntnisse der Mathematik auch schon Englisch unterrichtet. Während den Schuljahren zwei bis sieben erhalten die Schüler erste Kenntnisse in den Fächern Norwegisch, Religion, Naturwissenschaften und Englisch und nehmen regelmäßig am Gymnastikunterricht teil. Ab der fünften Klasse kommen noch Sozialkunde, Geschichte und Geographie hinzu. Nach der Barneskole gehen die Schüler in die Sekundarstufe I, der Ungdomsskole über. Sollten die Noten ausreichen, geht man mit dem Abschluss der zehnten Klasse in die gymnasiale Oberstufe über und beendet diese nach drei Jahren.

Aus Sicht des deutschen Bildungssystems ist es besonders bemerkenswert, dass in den norwegischen Schulen alle Schüler den Unterricht und die Prüfungen mit Notebooks bearbeiten. Der kritische Umgang mit den neuen Medien wird hier bereits in den ersten Jahren vermittelt. Dadurch erhalten die Schüler die Fähigkeiten und das Wissen, die digitalen Medien als Mittel zum Zweck zu nutzen.

Das Handy beispielsweise ist in deutschen Schulklassen unerwünscht, in Bayern wurde sogar ein generelles Nutzungsverbot verhängt. Moderne Lehrer haben jedoch die vielfältigen multimedialen Möglichkeiten des Handys erkannt und erproben neue Wege, es im Unterricht kreativ einzubeziehen. Ein innovatives Projekt ist beispielsweise taschenfunk, das von der Ludwigshafener Bildungseinrichtung medien+Bildung.com GgmbH, deren Gesellschafter die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) ist, ins Leben gerufen wurde. Im Auftrag des rheinlandpfälzischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur (MBWJK) werden hier neue Konzepte für die Verknüpfung von Unterricht und Weiterbildung mit Fernsehen, Radio und Multimedia entwickelt. Die kompetenten Medienpädagogen besuchen daraufhin die verschiedenen Bildungseinrichtungen und vermitteln daraufhin passende Konzepte und Techniken.

Was in Deutschland als innovative Projekte angeboten werden, ist in den Skandinavischen Ländern jedoch bereits Alltag.




Social Bookmark