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Das Bildungssystem in Schweden

Bildungssystem in SchwedenIn Schweden besteht vom siebten bis zum 16. Lebensjahr eine Schulpflicht. Das Schulsystem ist anders als in Deutschland dezentral und eingliedrig aufgebaut und wird vom Ausbildungsministerium koordiniert, für dessen Führung zwei Minister verantwortlich sind. Die Richtlinien und Lehrpläne werden von der Regierung vorgegeben und mit Hilfe des so genannten Skolverket, dem 1991 gegründeten Zentralamt für Schule und Erwachsenenbildung, die Qualität der Ausbildung vor Ort verfolgt und ausgewertet. Die Forderungen der deutschen Schulen nach mehr Selbständigkeit und Autonomie von den Bildungsbehörden, ist in Schweden bereits Realität. Die Gemeinden sind zwar verpflichtet, im Rahmen der staatlichen Lehrpläne und Regelungen zu handeln. Sie sind jedoch für den Schulbetrieb selber verantwortlich und können die Schulorganisation wie z.B. die Beschaffung von Ressourcen selber bestimmen. Unterstützung erhalten die Gemeinden von der Behörde für Schulentwicklung, die sich in enger Zusammenarbeit mit den Lehrern und Schulleitern um den Erhalt und mögliche Steigerungen der Qualität bemühen. Darüberhinaus gibt es ein spezielles pädagogisches Institut, das sich insbesondere um die Belange der behinderten Menschen an den Bildungsstätten kümmert.

Die Schule beginnt in Schweden mit der Vorschule, das auf Schwedisch förskoleverksamhet genannt wird und wird mit der Grundschulausbildung fortgesetzt. Nach der Grundschule werden die Schüler nicht auf verschiedene Schulformen verteilt, wie es in Deutschland mit der Gesamtschule und dem Gymnasium der Fall ist. Alle Schüler gehen direkt in die gymnasiale Ausbildung über.

Bevor die Kinder die Vorschulklasse besuchen, besteht die freiwillige Wahl zwischen drei Einrichtungen, die mit den deutschen Krabbelstuben verglichen werden können und sich an Säuglinge und Kleinkinder zwischen null und sechs Jahren richtet. Und zwar die Vorschule, die offene Vorschule und das Familientageheim. Neben der frühkindlichen Entwicklung ist der Zweck dieser Einrichtungen, den Eltern die Verknüpfung zwischen Beruf und Familie zu erleichtern. Im Jahre 2008 haben demnach 85 Prozent aller Eltern ihre Kinder zwischen dem ersten und fünfen Lebensjahr in einem Familientageheim oder einer Vorschuleinrichtung angemeldet.

Nach der Vorschulklasse beginnt die neun Jahre andauernde Grundschule und anschließend das dreijährige Gymnasium, das nur mit passenden Noten besucht werden darf. An den schwedischen Schulen sind Lernmittel, Schulmahlzeiten und Schultransporte kostenlos und gelten in den meisten Gemeinden auch für das Gymnasium. Die technische Infrastruktur ist hervorragend, zumal 45 Prozent des Gemeindebudgets direkt an die Bildung geht. Dadurch kann auch die Einbeziehung von modernen Medien in den Unterricht finanziert werden. Digitale Medien für die Förderung des Lernens ist in Schweden eine Selbstverständlichkeit. In jeder Einrichtung findet man Fernseher, CD- und DVD Spieler, sowie internetfähige Computer und interaktive Tafeln und Tische. Sogar Spielkonsolen werden von den Lehrern zur spielerischen Vermittlung des Lernstoffs genutzt. In Deutschland wurden zwar seit den 1990er Jahren durch Projekte wie Schulen ans Netz auf die Notwendigkeit von neuen Medien in den Schulen aufmerksam gemacht. Eine Entwicklung wie in den skandinavischen Ländern konnte man jedoch nicht erreicht und droht somit den Anschluss an den internationalen Anschluss zu verlieren.




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