Das
Schulwesen in Hamburg unterscheidet sich in mehreren Punkten vom
Bildungswesen anderer Bundesländer. Für gewöhnlich
haben die Eltern nach der vierten Klasse die Auswahl zwischen mehreren
Schulformen wie Haupt- und Realschulen, integrierte und kooperative
Gesamtschulen sowie Aufbau- und berufliche Gymnasien. Im Jahre 2010
wurden in Hamburg bundesweit erstmals alle Schulformen in so genannte
Stadtteilschulen zusammengefasst. Demnach können Eltern darüber
entscheiden, ob ihr Kind nach der vierten Klasse in ein achtstufiges
Gymnasium oder in die neunstufige Stadtteilschule gehen soll. Beim
achtstufigen Gymnasium ist es möglich, bereits nach der zwölften
Klasse das Abitur abzulegen. Die Stadtteilschule beinhaltet zwar
ebenfalls ein Gymnasium, das Abitur wird jedoch in der 13. Klasse
geschrieben. Der Grund für diese umfangreiche Umstellung ist
die Tatsache, dass sich die bisherige Variante der verschiedenen
Schulformen nicht bewährt hat. Die Konsequenzen wurden hauptsächlich
aus den jüngsten Ergebnissen der PISA Studie gezogen. Mit der
Stadtteilschule sollen demnach die Hamburger jugendlichen mit Hochschulreife,
quantitativ und qualitativ auf internationales Niveau gebracht werden.
Das Lehramtsstudium wurde im Jahre 2008 ebenfalls umgestellt.
Bevor das erste und zweite Staatsexamen abgelegt werden kann,
müssen die Studenten ein Bachelor- und anschließend
ein Masterstudium durchgehen. Der Bachelor dauert in der Regel
sechs Semester und ist von Beginn an auf den späteren Berufsweg
ausgerichtet. Die Studenten müssen demnach frühzeitig
die Fächer miteinander kombinieren, mit denen sie sich später
auch im Lehramt arbeiten werden. Mit dem Bachelorabschluss kann
man sich für das vier Semester andauernde Masterstudium mit
dem Abschluss Master of Education bewerben. Für Studenten,
die später nicht als Lehrer arbeiten möchten, besteht
hier die Möglichkeit, in andere Masterfächer zu wechseln.
Nach dem Master begeben sich die Absolventen für die nächsten
zwei Jahre in das Referendariat. Hierbei sammeln sie an verschiedenen
Schulen praktische Erfahrungen und können sich anschließend
mit der erfolgreichen Ablegung des zweiten Staatsexamens für
das Lehramt bewerben.
Für Lehrer, die sich im Bereich neue Medien fortbilden möchten,
bietet sich ein Besuch auf dem Bildungsserver
Hamburg an. Hier werden zahlreiche Projekte und Kurse vorgestellt,
in denen die richtige Einbeziehung der neuen Medien in den Unterricht
gelehrt werden. Auf dem Bildungsserver findet man beispielsweise
einen Link auf die Informationsplattform teaching.org, mit der
Empfehlung, sich näher über die Ringvorlesungen
zum Thema eLearning zu informieren. Es handelt sich dabei um ein
Online Seminar, bei dem Experten mittels Adobe Connect die Vorteile
und den Umgang mit dem virtuellen Lernen näher erklären.
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