Das
Land Nordrhein-Westfalen hat ein klassisches Schulsystem. Nach der
vierten Klasse besuchen die Schüler entsprechend ihrer Leistung
eines der vier Schulformen wie Gesamtschule oder Gymnasium. Wie
auch in anderen Bundesländern wurde hier in den letzten Jahren
ebenfalls einiges verändert. Das Gymnasium wurde auf ein Jahr
verkürzt und schließt mit dem Abitur in der zwölften
Klasse ab, wobei die Abiturprüfungen zentral erstellt werden
und somit in allen Schulen des Landes identisch sind. Weil die Lehrer
dadurch den Inhalt der Klausuren selber nicht kennen, stehen sie
unter besonderen Druck und haben die Verantwortung, ihre Schüler
ausreichend auf die letzten Prüfungen vorzubereiten. Es könnte
nämlich vorkommen, dass in der Abiturprüfung Aufgaben
gestellt werden, die der Lehrer im Unterricht nicht durchgenommen
hat. Eine weitere Erneuerung im Schulsystem von NRW ist die Einführung
der Kopfnoten. Sie sind für die Versetzung zwar nicht relevant,
sollen aber das soziale Verhalten und die Mitarbeit während
des Schuljahres dokumentieren.
Die Medienentwicklung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen wird
vom Land seit 2001 verstärkt gefördert. Hierzu bietet
die Internetseite der Medienberatung
NRW umfangreiche Informationen rund um die neuen Medien und
deren Einsatz im Schulunterricht. Mit dem Einzug des Internets
hat sich die Lernkultur nämlich verändert. Es gibt zahlreiche
Möglichkeiten wie Blended Learning, Podcasting oder mobiles
Lernen mit Handys und Laptops. Um die Medienentwicklung an den
Schulen voranzutreiben, hat das Land für jede Bezirksregion
ein Kompetenzteam
aufgestellt. Diese stehen beratend zur Seite und helfen unter
anderem bei der Umsetzung von Fortbildungsplanungen. Der aktuelle
Plan für die Jahre 2009 bis 2011 beinhaltet vier Kernangebote.
Das Kernangebot 1 ist für alle Schulformen gedacht. Hierbei
unterstützt das Kompetenzteam die Schulen beispielsweise
bei der Auswertung zentraler Prüfungen und Qualitätsberichten
sowie der Umsetzung neuer Lehrpläne. Im Kernangebot zwei
sind die Konzepte entsprechend der Schulphasen Primarstufe, Sekundarstufe
I und II angepasst. Für die Themengebiete Sozialkompetenz,
individuelle Förderung, Sprachförderung sowie reflexive
Koedukation erhalten die Lehrer jeglicher Schulform und Schulphase
Beratung vom Kompetenzteam. Die Kernangebote drei und vier sind
ebenfalls auf alle Schüler ausgerichtet. Nummer drei beinhaltet
die Beratung der Schule zum Thema Medienkompetenz und ihre Einbeziehung
in den Unterricht. Mit Kernangebot vier hingegen zeigen die Medienberater
des Kompetenzteams, wie man kommunale und überregionale Partner
findet, um beispielsweise die IT-Ausstattung aufzurüsten.
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