Das
Lehramtsstudium in Sachsen-Anhalt ist entsprechend der Schulformen
aufgeteilt. Es besteht eine Auswahl zwischen einem Studium für
Grundschulen, Sekundarschulen und Gymnasien sowie Berufs- und Förderschulen,
auch bekannt als Sonderpädagogische Schulen. Die Ausbildung
erfolgt an der Otto von Guericke Universität in Magdeburg.
In den letzten Jahren wurden hier einige Veränderungen durchgesetzt.
So wurde beispielsweise beim Lehramt für Berufsschulen eine
neue Fachrichtung eingeführt. Seit dem Wintersemester 2007/2008
ist es hier nämlich möglich das Studienfach Informationstechnik
auszuwählen, wobei es um Themengebiete wie Fachinformatik,
Systeminformatik und Kommunikationstechnische Systeme geht.
Nach dem Hochschulstudium beginnen die Absolventen mit dem Referendariat
und schreiben anschließend ihr zweites Staatsexamen, das
ihnen bei Erfolg die Ausübung ihres Berufs an einer Schule
ermöglicht. Aber auch danach nehmen zahlreiche Lehrkräfte
weitere Fortbildungsangebote wahr, um sich beispielsweise im Bereich
der neuen Medien weiterzuentwickeln.
Die Einbeziehung der neuen Medien in den Schulunterricht ist
heutzutage ein unverzichtbares Thema, womit sich Schulen und Lehrkräfte
intensiv beschäftigen müssen, sollten sie im nationalen
vor allem aber im internationalen Vergleich den Anschluss nicht
verlieren wollen. Medienbildung ist zwar eine fächerübergreifende
Disziplin, sie findet jedoch in den Kernfächern Musik, Kunsterziehung,
Deutsch und Sozialkunde sowie Geschichte und Ethikunterricht eine
besondere Berücksichtigung. Sachsen-Anhalt hat die Medienerziehung
bereits als festen Bestandteil mit in die Lehrpläne aufgenommen.
In den Schuljahrgängen 7-10 der Sekundarschule sowie in der
neunten Klasse des Gymnasiums nehmen die Schüler am Wahlpflichtfach
"Moderne Medienwelten" teil. Der Zweck dieses Fachs
ist unter anderem die Vermittlung einer kritischen Blickweise
auf die neuen Medien sowie die Vorbereitung der Schüler auf
das Berufsleben. Sie sollen die Medien selbstbestimmt, sachgerecht
und verantwortungsbewusst nutzen können. Die versteckten
Botschaften beispielsweise erkennt man am besten durch eine gute
Medienbildung.
Mittlerweile hat zwar nahezu jeder Schüler Erfahrungen mit
der Nutzung eines Computers und dem Internet. Ohne eine Medienbildung
besteht jedoch die Gefahr eines übermäßigen und
falschen Konsums, wodurch man einen falschen Eindruck über
das Internet erhält und ihren eigentlichen Nutzen als Fortbildungswerkzeug
nicht erkennt. Hier stehen die Lehrkräfte in der Verantwortung,
die Schüler schrittweise in eine für ihre Entwicklung
positive Richtung zu lenken, sie über die Grundlagen der
Medienbedienung zu unterrichten sowie ihnen das Wissen und die
Fähigkeiten über ein medienaktives Ausdrucksverhalten
zu vermitteln.
Weitere Informationen rund um die Medienpädagogik erhalt
man bei der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur
(GMK).
Es handelt sich hierbei um den größten Verein Deutschlands
in diesem Bereich. Seit Oktober 2009 gibt es auch im südlichen
Teil Sachsen-Anhalts, in der Stadt Merseburg, eine Landesgruppe
der GMK.
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