Schleswig-Holstein
hat ein klassisches Schulsystem. Das Lehramtsstudium ist dementsprechend
in die verschiedenen Schulformen Grund- und Hauptschulen, Realschulen,
Gymnasien sowie Berufs- und Sonderschulen aufgeteilt. Die Ausbildung
zur Lehrkraft findet an der Universität Flensburg und der Cristian
Albrecht Universität Kiel statt. Für Studenten, die ihren
Lehrberuf im künstlerischen Bereich ausüben möchten,
ist die Muthesius Kunsthochschule und die Musikhochschule Leipzig
zuständig. Zwischen den Fachhochschulen und den Universitäten
besteht eine Kooperation. Nachdem die Ausbildung an der jeweiligen
Fachhochschule beendet wurde, wird die Staatsprüfung an einer
Universität durchgeführt. Ein Staatsexamen darf nämlich
lediglich von Bildungsstätten mit Universitätsstatus vergeben
werden.
Nach dem ersten Staatsexamen hat man die Ausbildung an der Hochschule
zwar beendet, der Lehrberuf kann jedoch noch nicht ausgeführt
werden. Zunächst nimmt man für die nächsten zwei
Jahre am Referendariat teil. Am Anfang besucht man immer wieder
mal den Unterricht an mehreren Schulen und analysiert den Unterrichtsverlauf.
Anschließend werden den Studenten verschiedene Schulklassen
zugewiesen, die sie für eine bestimmte selbständig betreuen.
Sollte man nach den zwei Jahren Vorbereitungsdienst eine positive
Beurteilung vom Betreuer erhalten, ist man dazu berechtigt die
zweite Staatsprüfung zu schreiben. Anschließend darf
man sich für eine bestimmte Schule oder eine erwünschte
Region bewerben. Eine hilfreiche Internetseite, auf der verschiedene
Stellenbörsen für Lehrer aufgelistet sind, ist lehrer-werden.de.
Neben allgemein bekannten Plattformen wie jobscout24 findet man
hier auch Hinweise auf Stellenbörsen für spezielle Schulen
wie Waldorfschulen, katholische Schulen und private Bildungsstätten.
Die Lehrkräfte in Schleswig-Holstein erhalten zahlreiche
Gelegenheiten, ihre Medienkompetenz zu verbessern. Bereits im
Studium gehören Fächer wie Medienpädagogik und
Bildungsinformatik zur Grundlage der Ausbildung. Es beinhalt Themenbereiche
wie Mediendidaktik, Medienforschung, Medienkunde und -erziehung.
Die Absolventen verfügen dementsprechend über das notwendige
Wissen und die Fähigkeiten, Medienkompetenz in schulischen
aber auch außerschulischen Bildungsstätten zu vermitteln.
Eine besondere Initiative besteht beispielsweise an der Universität
Lübeck. Die "Initiative Kids in Media and Motion (KiMM)"
bietet Pädagogen, Schulen und Einrichtungen sowie Wissenschaftlern
und Eltern Informationen zum kreativen und innovativen Einsatz
von neuen Medien im Ausbildungsbereich. Eines der bereits abgeschlossenen
Projekte ist beispielsweise der Transfer neuartiger Unterrichtskonzepte
mit interaktiven Medien und Computern in Lübecker Schulen.
KiMM wird vom Institut für Multimediale und interaktive Systeme
(IMIS) in Kooperation mit der Universität Lübeck und
der Deutschen Bank geleitet.
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