Die
Lernkartei ist eine alt bewährte Methode der Mnemotechnik (Gedächtnistraining).
Es hilft, den Lernstoff systematisch aufzuteilen und sich an das
regelmäßige Lernen zu gewöhnen. Die Karten können
einfach gebastelt oder vorgefertigt beim Schreibwarenladen gekauft
werden. Vorhanden sind einheitliche Größen von 1 cm,
2 cm, 4cm, 8 cm und 16 cm Breite. Besteht der Lernstoff beispielsweise
aus Fragen und Antworten, ist es ratsam ein größeres
Format zu wählen. Für einfache Vokabelübungen reicht
hingegen das DIN A8 Format aus. Für bestimmte Fächer gibt
es in Bücherläden auch bereits beschriftete Lernkarteien.
Im Studienfach Jura beispielsweise stehen zu jedem Themengebiet
so genannte Shortie
Boxen zur Auswahl.
Im Gegensatz zu den Studenten, ist die Nutzung von Lernkarteien
für Schüler kein Standard. Engagierte Lehrer vermitteln
zwar den richtigen Umgang mit dieser Lernmethode. Sie tun dies
jedoch nur aus Eigeninitiative, da es im Lehrplan nicht vorgesehen
ist. Moderne Lehrer gehen dabei einen Schritt weiter und nutzen
sogar die neuen
Medien. Mittlerweile gibt es nämlich eine
Vielzahl von Applikationen für das Handy und Internetseiten,
mit denen man unzählige Lernkarteien
anlegen und jederzeit abrufen kann. Besonders in Situationen,
in denen man nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß, wie
z.B. beim Warten auf den Bus oder auf den Arzt im Wartezimmer,
holt man gerne mal sein Smartphone aus der Tasche und beschäftigt
sich mit den Lernkarteien.
Im
Gegensatz zu den Angeboten der neuen
Medien, können "reale"
Lernkarteien individueller bearbeitet werden. Lernt man beispielsweise
Vokabeln auswendig, ist es virtuell lediglich möglich, die
Wörter einzutippen. Bei realen Lernkarteien hingegen können
Assoziationen zu einem Begriff zusätzlich auch zeichnerisch
dargestellt werden. Die bildhafte Darstellung ermöglicht
nämlich das schnellere Speichern und Abrufen der Information.
Die Arbeitsweise mit den Lernkarteien ist nur mit geringem Aufwand
verbunden und macht sogar Spaß. Der Lernfortschritt kann
nämlich direkt überprüft werden, indem lediglich
die richtig beantworteten Fragen aus dem Fach genommen werden.
Es ist angenehm zu beobachten, wie die Karten im Fach immer weniger
werden bis es schließlich leer ist. Man arbeitet komplett
eigenständig, denn sowohl das Lerntempo als auch die Kontrolle
kann hier problemlos selbst übernommen werden. Zudem wird
die Eigenverantwortung gefördert, indem man selber darüber
entscheidet, welche Karte man wiederholen sollte oder nicht. Den
Lernerfolg schreibt man dadurch zu 100% sich selbst zu.
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