Das
Wort Pädagogik ist eine Zusammensetzung aus den altgriechischen
Wörter pais für Kind und ágein für führen
und wird an deutschen Hochschulen als Erziehungswissenschaft bezeichnet.
An manchen deutschen Schulen wird das Fach Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaft
insbesondere in der gymnasialen Oberstufe unterrichtet.
Die Pädagogik kommt in den unterschiedlichsten Bereichen
wie die Vorschulpädagogik, die Berufspädagogik und Medienpädagogik
vor. Besonders die Erziehung im Bereich der neuen Medien findet
an den Schulen seit der rasanten Entwicklung des Internets immer
mehr an Bedeutung. Ein wichtiger Bereich der
Medienpädagogik ist beispielsweise die Medienerziehung.
Hierbei sollen die Schüler zum einen den kritischen Umgang
insbesondere mit dem Internet lernen, zum anderen aber auch verinnerlichen,
wie man die neuen Medien als Mittel zur Wissensanreicherung nutzen
kann und sollte.
Weitere Teilgebiete der Pädagogik findet man in der Wildnispädagogik,
Geschlechterpädagogik sowie in der Umweltbildung und interkulturellen
Pädagogik. Die Definition einer allgemeinen Pädagogik
ist bislang umstritten und wird von Experten dahingehend kritisiert,
dass sie sich von einer einheitlichen und übergeordneten
Leitdisziplin, zu einer mit den einzelnen Bereichen gleichgestellten
Teildisziplin entwickelt habe. Man unterscheidet bei der allgemeinen
Pädagogik zwischen mehreren Unterkategorien wie die Wissenschaftsforschung,
die Bildungsgeschichte sowie die Erziehungs- und Bildungsphilosophie.
In
der Erziehungswissenschaft sind die drei wichtigsten Bereiche
der Pädagogik folgendermaßen eingeordnet worden. Die
Geisteswissenschaftliche Pädagogik, die empirische Erziehungswissenschaft
und die kritische Erziehungswissenschaft. Die Geisteswissenschaftliche
Pädagogik beruht auf die Arbeiten des Philosophen Wilhelm
Dilthey aus dem späten 19. Jahrhundert. Die wesentlichen
Bezugspunkte sind dabei die pragmatische Wissenschaft und die
hermeneutische
Methode. Dabei geht es um die Frage des Sinns und den Grundphänomenen
von Bildung und Erziehung. Ein Pädagoge beobachtet dabei
beispielsweise den Unterschied zwischen dem geistigen Verständnis
vor und nach Ausübung einer Handlung und erweitert sein so
genanntes Gegenstandsverständnis durch eine Vergleichsanalyse
beider Situationen. Diese Methode wird in Anbetracht der Historie
mit Interpretationen von Texten aus der Pädagogik und dementsprechenden
Deutungen von politischen Voraussetzungen auch in größerem
und komplexerem Umfang angewendet. Es handelt sich zusammengefasst
also um die Reflexion und dem daraus resultierenden Transfer in
eine bevorstehende oder spontan eintreffende Situation. Die Hermeneutik
könnte man somit mit dem bekannten Spruch "aus der Geschichte
lernen" beschreiben.
Die empirische Erziehungswissenschaft konzentriert sich im Gegensatz
zur geisteswissenschaftlichen Pädagogik nicht mit dem Sinnzusammenhang,
sondern vielmehr den kausalen Abläufen eines Lebens. Dabei
werden unter anderem die psychologischen und soziologischen Umstände
der Erziehung für die Gesamtanalyse mitberücksichtigt.
Die kritische Erziehungswissenschaft wurde in den 1960er Jahren
entwickelt und wurde als Gegensatz zur geisteswissenschaftlichen
Pädagogik gegründet. Sie grenzt sich jedoch auch von
der empirischen Erziehungswissenschaft ab und konzentriert sich
insbesondere auf eine Erziehung mit gesellschaftskritischen Aspekten.
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