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Pisa-Studie in Deutschland und die Top 5

PisaDie PISA Studie (Programm zur internationalen Schülerbewertung) ist eine erweiterte Form der vor dem Jahre 2000 durchgeführten Schulleistungsuntersuchungen und wird in den OECD Ländern und mehreren Partnerstaaten angewendet. Dabei werden die Fähigkeiten und Kenntnisse von 15 jährigen mittels Testaufgaben überprüft. Im Gegensatz zu den vorherigen Untersuchungen wird die PISA Studie von jedem Land einzeln in Auftrag gegeben. Dadurch werden die kulturellen Eigenschaften jedes Landes in den Aufgaben berücksichtigt und kann dementsprechend individuell angefertigt werden. In Deutschland ist hierzu die Kultusministerkonferenz zuständig. Die Schwerpunkte liegen in der Überprüfung der naturwissenschaftlichen Grundbildung, der mathematischen Kompetenz sowie der Lesekompetenz. Hierzu wird bei jeder Untersuchung auf einen bestimmten Schwerpunktbereich verstärkt eingegangen. Darüberhinaus werden auch Zusatzaufgaben gestellt. In den letzten Prüfungen ging es dabei um Themen wie informationstechnische Grundbildung, Problemlösung sowie selbstreguliertes Lernen und Lernstrategien. Um die Fortschritte der jeweiligen Länder überprüfen zu können, muss die PISA Studie in regelmäßigen Abständen von derzeit drei Jahren wiederholt werden. Anschließend werden die Ergebnisse in einer Länder-Rangliste veröffentlicht.

Pisa Studie LesenBei der letzten PISA Studie im Jahre 2009, an der 470.000 Schüler aus 65 Länder teilnahmen, landete Deutschland in Sachen Lesekompetenz unter den OECD Ländern auf Platz 16. Die Tests der Schüler dauerten einheitlich zwei Stunden, als Hilfsmittel waren Bleistift und Papier zugelassen, in 20 Ländern fertigten Schüler Zusatzaufgaben am PC. Zusätzlich füllten die Teilnehmer einen Fragebogen zum persönlichen Umfeld, ihre Lerngewohnheiten, ihr Engagement und ihre Motivation aus, die Schulen selber gaben weitere Informationen zur demografischen Entwicklung in der Schule und zum sozialen Umfeld der Schüler. Auch wenn es bis zu den Top platzierten Ländern Südkorea, Finnland, Kanada, Neuseeland und Japan noch ein langer weg ist, Deutschland hat sich im Vergleich zu den vorigen Untersuchungen geringfügig. Berücksichtigt man auch die Partnerstaaten der OECD Länder mit ein, fällt Deutschland noch weiter auf den 20. Platz. Auf Platz eins liegt Shanghai (China), auf Platz vier Hong Kong (China) und auf Platz fünf Singapur.

Ein Vergleich mit den Top platzierten Ländern zeigt die Defizite der Bundesrepublik in Sachen Bildung deutlich auf. In Finnland beispielsweise besteht eine große Offenheit in Bezug auf neue Medien. Die Vorteile des eLearnings können Dank moderner technischer Ausstattung der Klassenzimmer von den Lehrern schon in der Grundschule verwendet werden. Dabei sind die Lehrer selber im Umgang mit den neuen Medien Experten und wissen, wie Lernstoff und Technik im Rahmen der kritischen Medienerziehung verknüpft werden kann. Die Schule und das Lernen werden somit mittels modernen Hilfsmitteln an die Entwicklung und Bedürfnisse der Kinder und Schüler angepasst.

In Deutschland ist dies genau umgekehrt. Schule und Lernen wird als System gesehen, dem sich die Kinder und Schüler anzupassen haben. Die Lehrer müssen sich an starre Lehrpläne halten, da den Schulen die Autonomie von den Bildungsbehörden fehlt. Dementsprechend haben die Lehrer in Deutschland nicht denselben Spielraum bei der freien Gestaltung des Unterrichts wie in den Top platzierten Ländern aus der PISA Studie.
http://www.pisa2012.tum.de/




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