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Superlearning - Die Suggestopädie von Prof. Georgi Lozanov

SuggestopädieDie Suggestopädie wurde Ende der 1960er Jahre vom bulgarischen Psychologen und Arzt Prof. Georgi Lozanov begründet. Das Wort Suggestion kommt aus dem lateinischen und kann mit Hinzufügen, Unterschieben und Einflüsterung übersetzt werden. Hier erkennt man bereits den Kernpunkt der Methode. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Begriff Suggestion als manipulative Beeinflussung bezeichnet. Dem Betroffenen ist zumindest für eine gewisse Zeit nicht bewusst, dass seine Vorstellungen und Empfindungen Folge einer Suggestion sind. In der heutigen Zeit hat die gezielte Beeinflussung der Menschen mit Hilfe der neuen Medien deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Werbung ist dabei ein starkes Instrument der Hersteller, beispielsweise den Appetit des Zuschauers für ein bestimmtes Getränk oder eine Süßigkeit anzuregen.

Suggestion darf jedoch nicht als rein negative Methode verstanden werden. In der Medizin erhalten manche Patienten beispielsweise Medikamente, die keinen bzw. einen sehr schwachen Wirkstoff enthalten. Oder es werden harmlose Therapien verschrieben, die technisch gesehen nur wenig helfen. Ihnen wird jedoch erzählt, dass die Therapie bzw. das Medikament eine ideale Lösung ist und eine sehr starke Heilungskraft hat. Mit dieser Suggestion wird der Glaube des Patienten an eine baldige Heilung manipuliert und die Selbstheilungskraft des Körpers gestärkt. Es tritt daraufhin der so genannte Placebo Effekt ein. Ein anderes Beispiel der Suggestion ist die suggestive Frage, bei der eine bestimmte Antwort beim Befragten provoziert wird, wie z.B. die Frage eines Kellners, ob er noch ein Dessert bringen soll?

Bei der Suggestopädie werden ähnliche Elemente für die Weiterbildung der Schüler genutzt. Es wird beispielsweise darauf geachtet, Raumtemperatur, Licht, Farbgebung und Tischanordnung so zu gestalten, um die Lernleistung positiv zu beeinflussen. Zur Förderung der Motivation wird zudem die negative Selbsteinschätzung geschwächt und das Positive gestärkt. Eine Methode ist auch die Vermittlung des Lernstoffs mittels Lernspielen.

Lernmethode Superlearning - Suggestopädie1979 gewann die Suggestopädie durch die amerikanischen Journalistinnen Lynn Schroeder und Sheila Ostrander auch in Europa an Popularität. Ihr Buch erschien damals unter dem Namen Superlearning und wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem weltweiten Bestseller. Aus diesem Grund setzte sich bei den deutschen Verlagen, Sprachschulen und Management-Instituten die neue Bezeichnung stärker durch. Der Unterschied zu Prof. Lozanovs Suggestopädie besteht jedoch nicht nur im Namen, sondern auch in der Art der Vermittlung. Beim Superlearning ist es nämlich erlaubt, mi Hilfe der neuen Medien auf einen Lehrer zu verzichten, obwohl der Begründer dem Lehrer in der Suggestopädie eine wichtige Rolle zuspricht. Was in den 1980er Jahren mit einfachen Kassettenkursen begann, entwickelte sich mit dem Einzug des Internets in die Computer und Handys weiter. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Methode ohne eine Lehrkraft nicht den erhofften Erfolg erbringt. Ein Lehrer kann nämlich den Lernfortschritt der Schüler erkennen und weiß, wie die einzelnen Informationen und Phasen passend vermittelt werden.




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